North Face Impendor Shell Test

Gore Tex Jacken Vergleich

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The North Face Impendor Shell Test

Hersteller: The North Face
Modell: Impendor Shell
Gewicht in M: 480 Gramm
Ausführungen: Damen / Herren

Unser Urteil

Die The North Face Impendor Shell ist mit einer robusten Gore Tex Pro Membran ausgestattet und daher etwas rascheliger als Verteter mit C-Knit, wie etwa die Mammut Teton. Durch das nicht übermäßig dicke Obermaterial ist die North Face Impendor aber immer noch deutlich biegsamer als etwa die sehr steife, aus der Summit Serie von The North Face stammende L5 Gore Tex Jacke. Die North Face Impendor Shell ist deutlich voluminöser geschnitten als die eher körperbetonten Modelle von Arcteryx und Mammut und kommt so vor allem dem eher robusten Outdoorer entgegen, während sehr schlanken Personen die Jacke trotz passender Länge eher zu füllig sein wird. Neben hoher Robustheit konnte die North Face Impendor Shell im Test mit ausgeklügelter Bundverstellung und voluminöser Kapuze Punkten. Bei Sturm und Regen fanden könnte der Kragen noch ein paar Zentimeter mehr Höhe vertragen und etwas enger geschnitten sein. Positiv: Mit der North Face Impendor Shell kann man wunderbar Layering betreiben, denn es finden sogar dickere Daunenjacken darunter Platz.

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The North Face Impendor Shell links und Arcteryx Alpha AR rechts.

Wetterschutz

Mit ihrer Gore Tex Pro Membran und dem abriebfesten Außenmaterial bleibt die The North Face Impendor Shell Jacke den Unbilden des Wetters gegenüber unbeeindruckt. Die Reißverschlüsse sind hervorragend abgedichtet und lassen kein Wasser ins innere oder in die Taschen vordringen. Die Innentasche ist sogar von innen durch eine zweite Lage Gore Tex vor zu starkem Schwitzen geschützt, reduziert allerdings so auch die wasserdampfdurchlässige Fläche der Jacke.

Die Kapuze der North Face Gore Tex Jacke ist sehr großzügig geschnitten und bietet auch mit Kletterhelm sehr guten Regenschutz und ausreichend Überdachung des Gesichtsbereichs. Oder sollten wir sagen dass sie gerade mit Helm besonders guten Regenschutz bietet? Ohne Helm fanden vor allem unsere schlanken Tester Kragen und Kapuze der North Face Impendor im Test zu voluminös. Vor allem die seitliche Breite der Kapuze ließ sich unserer Meinung nach bei starkem Wind und Schneesturm nicht genügend reduzieren um eng an den Wangen anzuliegen. Auch hier zeigt die North Face Impendor, ebenso wie bei der übrigen Passform, dass sie eher zu breiter gebauten Staturen (und Köpfen) passt.

Gewicht

Die North Face Impendor Shell gehört mit von uns gemessenen 480 Gramm zu den schwereren Hardshelljacken im Test und auch das Packmaß ist nicht ganz so minimal wie bei Outdoor Research Interstellar, Mammut Teton oder Arcteryx Alpha.

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Bewegungsfreiheit und Passform

Wer eine Gore Tex Jacke mit viel Platz für zusätzliche Schichten von Pullover bis hin zur Daunenjacke sucht, findet mit der North Face Impendor Shell einen zuverlässigen und sehr vielseitigen Begleiter. Der gesamte Schnitt der North Face Gore Tex Jacke ist etwas weiter und wie Eingangs erwähnt, eher auf den etwas robuster gebauten Outdoorenthusiasten zugeschnitten. Selbst mit Bodybuilder Oberarmen oder kleinem Bäuchlein, die North Face kann das alles ganz gut verstecken, ohne dabei sackartig zu wirken. Für sehr schmale Personen hingegen ist die North Face Impendor unserer Meinung nach nicht die erste Wahl, hier machen Modelle wie etwa die Mammut Teton oder die Dynafit Elevation mehr Sinn. Ähnlich sahen unsere schmalen Tester den Sitz der Kapuze, die ohne Mütze, Helm (oder entsprechende Frisur) nur schwierig eng anzupassen war. Wer eine viel Platz bietende Gore Tex Jacke sucht die sehr viel Bewegungsfreiheit bietet, für den kann die North Face Impendor eine durchaus interessante Wahl sein.

Belüftung und Atmungsaktivität

Mit ihren zwei großen Unterarmzips kann die The North Face Gore Tex Jacke im Test schnell warme Luft abführen, ihr nur von oben öffnender Frontreißverschluss limitiert allerdings die Möglichkeiten der weiteren Belüftung etwas. Die Atmungsaktivität ist in Ordnung, erreicht unserer Meinung nach nicht das Niveau der mit C-Knit ausgestatteten Mammut oder der extrem atmungsaktiven Outdoor Research. Dies liegt zum einen an der robusten Gore Tex Pro Membran, zum anderen aber auch an deren Verarbeitung mit großen Verklebten Nahtbereichen und der gedoppelten Innentasche. Die North Face Impendor erreicht in diesem Wertungskriterium nur unterdurchschnittliche Werte.

Ausstattung

Verarbeitung und Ausstattung der The North Face Hardshelljacke sind hervorragend. Einige Details fanden wir sehr gut, andere wiederum nur durchschnittlich. Fangen wir mal mit den Highlights an: Sehr gut gefallen hat uns die sehr steife und selbststehende Krempe der Kapuze, richtig festgezurrt bietet North Face hier im Ansatz schon fast eine kleine Schirmmütze die sehr gut Regen aus dem Gesicht fernhält, zumindest solange dieser einigermaßen senkrecht von oben kommt. Die Bundregulierung befindet sich versteckt in den Seitentaschen, wo ein ziehen der dort befindlichen Kordeln reicht um die Jacke gegen Wind und Schnee unten dicht zu machen. Dies hat den Vorteil, dass nirgendwo lose Bändelschlaufen herumhängen an denen man sich verfangen könnte. Obwohl uns dies generell gut gefiel fanden wir das Lösen mit Handschuhen eher fummelig.

Die Interne Brusttasche ist wie im Kapitel Wetterfestigkeit kurz erwähnt mit einer zweiten Schicht Gore Tex gedoppelt und besteht nicht wie bei anderen Jacken aus Netz. Obwohl dies etwas zu Lasten der Atmungsaktivität geht, hat es den Vorteil, dass Gegenstände wie Papier oder Taschentücher auch bei starkem Schwitzen nicht von Innen nass werden können.

Einsatzzweck

Unserer Meinung nach kreiert die North Face Impendor Shell durch ihre spezifischen Eigenschaften ihre eigene Nische. Durch ihren voluminöseren Schnitt werden vor allem kräftiger gebaute Staturen die North Face mögen. Weitere Vorteile sind ihre große Bewegungsfreiheit und viel Platz zum drunterziehen von zusätzlichen Schichten, wie etwa einer Daunenjacke. Zusammen mit der nur durchschnittlichen Atmungsaktivität prädestiniert sich die North Face Hardshelljacke so unserer Meinung nach besonders für kältere Temperaturen, etwa für Skitouren, Sicherungsjacke Beim Klettern oder auch für den abendlichen Spaziergang bei Sauwetter. Auch aufgrund ihres robusten Außenstoffst empfiehlt sich die North Face Gore Tex Jacke im Test für den täglichen Gebrauch von Gebirge bis Stadtgetümmel.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Wir fanden die North Face Hardshelljacke trotz der sehr hochwertigen Gore Tex Pro Membran relativ günstig gepreist und so passt sie auch hier zu einem weiten potentiellen Anwenderkreis.

Fazit

Trotz nach unserer Meinung kleiner Schwächen bei der Passform von Kapuze und Kragen ist die North Face Impendor Shell eine hervorragende Jacke mit bombensicherer Verarbeitung und Stoffqualität. Wir empfehlen sie vor allem für kräftig gebaute Sportler die auch ruhig einen kleinen Bauch haben dürfen, ohne dass dieser gleich an der Jacke spannt. Ebenso genial ist die North Face Gore Tex Jacke zum Tragen mehrerer Layer nach dem Zwiebelschalenprinzip und empfiehlt sich so auch für die kalte Jahreszeit. Noch ein Tipp: North Face vertreibt diverse Kleidungsstücke von Hosen bis hin zu Daunenjacken unter der Linie „Impendor“, nur bei der „Impendor Shell“ handelt es sich um die Gore Tex Hardshelljacke.

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