The North Face Trevail Test

North Face Daunenjacke Trevail Test

The North Face Trevail Test

Hersteller: The North Face
Modell: Trevail Hoody
Gewicht: 410 Gramm
Modelle: Damen / Herren

Unser Urteil

Endlich spricht The North Face auch vermehrt ambitionierte Outdoorsportler an, die sich beim in der Vergangenheit bei der Marke offensichtlich vorherrschenden Credo „Modische vor funktionalen Aspekten“ nicht so gut aufgehoben gefühlt haben. Die North Face Daunenjacke aus der Trevail Serie schlägt hier andere Töne an, ist eindeutig nicht das modische Teil um auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein zu trinken, sondern durchaus technischer und im Detail durchdacht. Die Trevail ermöglicht das Tragen eines Helms unter der Kapuze und wartet auch sonst mit Extremsport-tauglichen Details ausgestattet. Und wir müssen sagen, das gefiel uns im Test richtig gut, so gut sogar, dass wir der The North Face Trevail Hoody trotz sehr starken Wettbewerbs den Testsieg zugesprochen haben.

Mit ihrer dicken 800 Cuin Daunenfüllung ist sie, mit etwas Abstand nach der Yeti Ace eine der wärmsten Daunenjacken im Test. Doch nicht nur bei der Wärmeleistung punktet die North Face Daunenjacke im Vergleich, sondern auch mit geringem Gewicht und guter Komprimierbarkeit. Einzig in der Disziplin Wetterfestigkeit gibt es einige andere Kandidaten die an der North Face vorbeiziehen können (Rab Microlight Alpine, Mountain Hardwear Ghost Whisperer, Columbia Outdry Gold EX). Nichtsdestotrotz, die Trevail verfügt über eine dauerhafte DWR Imprägnierung des Oberstoffes der kleinere Regenschauern durchaus zuverlässig abhält.

Einen weiteren Trumpf fährt North Face bei der Passform der Jacke auf. Wir fanden sie für alle Sportarten von mehrtägigen Alpintouren unter dem Gefrierpunkt, auf Skitouren, beim Mountainbiken am Teide in Teneriffa und beim Sichern beim Klettern in Arco am Gardasee perfekt. Die North Face Daunenjacke überzeugte uns mit uneingeschränkter Beweglichkeit, war dabei aber nie zu voluminös oder schlabbrig. Einen guten Teil zur hervorragenden Wärmeisolierung fanden wir unerwarteterweise den langen Hüftbereich beitragend. Dieser ragt fast eine Handbreit weiter herunter als bei den kürzesten Jacken im Test (z.B. der Arcteryx) und verhindert effektiv ein Auskühlen in diesem Bereich und war vor allem beim häufigen Heben der Arme angenehm. Alles in allem liefert The North Face mit der Trevail ein überzeugendes Gesamtkonzept einer unter vielen Bedingungen hervorragend funktionierenden Daunenjacke ab die wir Euch uneingeschränkt empfehlen können.

Isolierleistungnorth face jacke test

Die Bauschkraft der Daunenfüllung in der North Face Trevail erreicht zwar nicht ganz den Cuin Spitzenwert der Arcteryx Cerium LT, ist mit 800 Cuin aber immer noch extrem hochwertig. The North Face erreicht die hervorragende Wärmeleistung der Trevail vor allem über eine großzügige Verwendung von Daunen, und zwar auch an Stellen die sonst schon mal etwas stiefmütterlich behandelt werden, wie etwa Kapuze oder Hüftsaum. Im Ergebnis fanden wir die North Face Trevail nochmals wärmer als die Arcteryx Cerium LT, allerdings auch etwa 80 Gramm schwerer. Alle unsere Tester bestätigten die gute Wärmeleistung der North Face, die sich so direkt hinter der unglaublich heißen Yeti einreiht.

Gewicht

Mit knapp über 400 Gramm in Männergröße M liegt die The North Face Trevail Hoody im Test im Durchschnitt der Daunenjacken. Setzen wir die subjektiv von der North Face Daunenjacke erzielte Wärmeisolation ins Verhältnis zu ihrem Gewicht liegt sie mit der ebenfalls unglaublich warmen Yeti und der extrem leichten Arcteryx auf den Spitzenplätzen. Extrem leichte Vertreter wie etwa die Mountain Hardwear Ghost Whisperer oder Mammut Broad Peak Light sind nochmal deutlich leichter, erreichen aber auch bei weitem nicht die Wärmeleistung der North Face oder Yeti.

Wetterfestigkeit

Die The North Face Trevail ist mit einer wasserabweisenden Imprägnierung des Oberstoffes ausgestattet. Das hat auf unseren zahlreichen Einsätzen gereicht um kurze Regenschauern und Nieselregen effektiv von den Daunen fernzuhalten. Wir fanden die DWR Imprägnierung hat einen guten Job gemacht, vor allem dadurch dass sie sich auch nach längerer Zeit noch als ausreichend widerständig erwiesen hat. Die The North Face Trevail ist im Vergleich deutlich besser gegen Regenschauern gewappnet als die Arcteryx Cerium LT. Sucht Ihr allerdings eine Daunenjacke mit noch besserer Imprägnierung und zusätzlichem Wasserschutz der Daunenfüllung, dann empfehlen wir Euch die in dieser Disziplin extrem gute Rab Microlight Alpine. Die komplett wasserdichte Columbia Outdry Ex Gold ist unserer Meinung nach nicht wirklich interessant, da sie in allen anderen Kategorien das Schlusslicht bildet. Für gelegentlichen Nieselregen ist die North Face Daunenjacke jedoch perfekt geeignet und wir können sie Euch uneingeschränkt empfehlen.

Passform & Schnitt

Während The North Face Jacken in der Vergangenheit unserem Geschmack nach zu kurz geschnitten waren, wurde bei der Trevail alles richtig gemacht. Saum und Ärmel sind ausreichend lang, wobei der Hüftsaum der längste von allen Jacken ist. Auch den restlichen Schnitt der The North Face Trevail Hoody fanden wir quasi perfekt und eine gute Mischung aus Bewegungsfreiheit und körperbetonter Passform. Die Armabschlüsse schließen eng, ohne jedoch einzuengen und halten kalte Luft effektiv aus den Ärmeln. Obwohl die Trevail etwas voluminöser als die dünnen Vertreter im Test war, passte sie dennoch gut unter unsere Hardshells, was zum Beispiel mit der Yeti Ace problematisch wurde.

Packmaß

Das Packmaß geht für 800 Cuin Daunen voll in Ordnung und die Trevail geht recht klein zusammen, allerdings muss man schon beherzt stopfen damit die North Face Daunenjacke auch wie vorgesehen in ihre eigene Handwärmetasche passt. Beim Packmaß lag sie im Vergleich im oberen Mittelfeld, etwas größer als die extrem eng zusammengehende Arcteryx und die minimalistischen Ghost Whisperer und Mammut.

Ausstattung & Features

Die North Face Daunenjacke verfügt über zwei sehr große Handwärmertaschen, die glücklicherweise hoch genug ansetzen, um eine behinderungsfreie Verwendung mit Klettergurten zu geährleisten. Ähnlich wie auch bei der Patagonia wurden die Kordelzüge für eine Art vereinfachten Schneefang (Saumverstellung, aber in etwa auf Höhe des Hosenbunds) in den Taschen versteckt, was ein hängenbleiben an Ästen und ähnlichem verhindert, aber vor allem mit Handschuhen ein verstellen deutlich erschwert. Die elastischen Bündchen fanden wir auf den ersten Blick an einer Daunenjacke etwas befremdlich, aber nach kurzer Zeit haben wir unisono unser Urteil revidiert und fanden diese Lösung genial. Genial weil sie super kuschlig sind, keinerlei Wind eindringen kann und sie wirkungsvoll ein Hochrutschen der Ärmel verhindern. Die Verstellkordel für die Kapuze ist auf deren Hinterseite elegant versteckt unter einer Daunenschicht versteckt, fällt dort kaum auf und ist vor allem gegen Hängenbleiben geschützt. Vor allem bei eisigem Bergwind fanden wir es angenehm dass die The North Face Daunenjacke durch ihren hohen Kragen und die im Bedarfsfall weit herunterziehbare Kapuze das Gesicht sehr gut schützt.

Einsatzzweck

Trotz ihrer guten Tauglichkeit für hochalpine Einsätze macht die North Face Trevail auch in der Stadt auf dem Weihnachtsmarkt eine gute Figur. Hier zeigt sich dass North Face trotz der technischen Fokussierung den Modeaspekt nicht ganz hinten angestellt hat.

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Fazit

Die North Face Trevail spricht mit ihren technischen Details und der guten DWR Imprägnierung vor allem ambitionierte Bergsportler an die eine Daunenjacke suchen die sie kompromisslos in den unwirtlichsten Umgebungen warm hält. Sie erreicht zwar nicht das unglaubliche Wärme/Gewichtsverhältnis der Yeti, die deutlich wärmer und dabei sogar noch leichter ist, profitiert aber in rauer Umgebung von ihrem robusteren Oberstoff. Die North Face Trevail war eine unserer Lieblingsjacken im Test, nicht zuletzt auch optisch und wegen ihrer tollen Passform. Wir empfehlen Euch die Trevail uneingeschränkt und sehen sie als beste Allroundjacke. Alternativen ergeben sich vor allem für bestimmte Einsatzfoki. Die Yeti ist die ultimative Heizung für Frostbeulen, die Rab empfehlen wir Euch wenn Ihr häufiger im Nieselregen unterwegs seid und / oder eine Jacke mit besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis sucht.

Noch ein Tipp beim Shoppen: Während die Herrenversion der Trevail immer mit Kapuze kommt, hat North Face zwei Damenversionen der Trevail im Angebot. Das normale Trevail Damenmodell verfügt allerdings nicht über eine Kapuze, diese hat nur der etwas länger geschnittene Trevail Damenparka.

Aktuelle Preise The North Face Trevail

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The North Face Trevail Test, (c) outdoormaniacs.de

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