Geigerrig Hydration Engine Test

testsieger trinkblasen

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Test Geigerrig Hydration Engine – Die Eierlegende Wollmilch Trinkblase

Hersteller: Geigerrig (von Hydrapak hergestellt)
Modell: Hydration Engine
Volumen: 2 Liter
Gewicht (gemessen): ohne Pumpe: 180 Gramm
Andere Volumina: 3 Liter

 

Unser Urteil

Die Geigerrig Hydration Engine ist der Mercedes unter den Trinkblasen, extrem gut ausgestattet und qualitativ hochwertig, dafür aber auch etwas teurer als die Mitbewerber. Dafür wartet die Geigerrig Blase aber auch mit einigen innovativen Details auf. Am augenscheinlichsten ist natürlich ersteinmal das Überdrucksystem mit dem das Wasser beim Öffnen des Ventils von alleine läuft. Die Outline der Hydration Engine ist schmal und lang, so dass sie sehr gut in diversen Rucksäcken zu verstauen ist. Ebenfalls sehr gut gefiel uns die Kompatibilität mit den sehr guten Mundstücken von Camelbak und das umfangreiche Zusatzzubehör wie etwa ansteckbare Wasserfilter. Einziger Kritikpunkt ist herumschwappendes Wasser wenn man eine nur halb gefüllte Blase mit Luft versetzt.

geigerrig hydration bladder review

Die Geigerrig ließ sich wie auch die Hydrapac Shape Shift einfach auf links drehen und ist dann bequem in der Spülmaschine zu reinigen. Alle Teile der Geigerrig sind robust verarbeitet und das gesamte Trinksystem lässt sich problemlos zum reinigen auseinanderbauen. Das erwähnte Drucksystem kam uns zuerst etwas überflüssig vor. Warum eine Trinkblase mit einer extra Pumpe (im Lieferumfang enthalten) auch noch unter Druck setzen wenn man auch saugen kann. Nach ein paar Tagen im Gelände waren wir jedoch vom nochmals einfacheren Trinken begeistert und fanden auch noch jede Menge andere Anwendungen (Auswaschen einer kleinen Schürfwunde, Solardusche, etc.). Legt man beim Trailrunning Wert auf das allerletzte Gramm Gewichtsersparnis, lässt man die kleine Pumpen mit Blasebalg einfach zu Hause und ist nochmals 50 Gramm leichter unterwegs.

Benutzerfreundlichkeit

Aus der Hydration Engine lässt sich mit Abstand am einfachsten trinken. Das Drucksystem sorgt für automatischen Nachschub, ohne dass man jemals wirklich saugen muss. Aufgrund des Überdrucks kommt diese Hydration Bladder auch mit einem relativ kleinen Mundstück aus. Uns gefiel das von allein fliessende Wasser vor allen Dingen bei knackigen Anstiegen Bergauf wenn man einfach keine extra Puste mehr fürs Saugen übrig hat. Das Bissventil funktioniert sehr gut, allerdings gefiel uns das (kompatible) Camelbak Mundstück noch ein bisschen besser. Dies primär aufgrund der höheren Durchflussmenge und weil es weniger fummelig ist (vor allem auf dem Bike und Einhandbedienung). Was uns ebenfalls auffiel ist, dass es im Gegensatz zu den anderen Trinkblasen keine Skala zur Bestimmung des Volumens aufgedruckt ist. Uns hat dies nicht gestört, wer aus Gewichtsgründen seine Blase immer nur halb füllen möchte findet dies vielleicht störend.

Reinigung

test geigerrig trinkrucksack

Bei der Reinigung waren die Geigerrig Hydration Engine und die Shape Shift von Hydrapak unsere absoluten Favoriten. Einfach umzustülpen, spülmaschinenfest und eine riesige Öffnung zur Verwendung von Bürsten oder Schwämmen. Was will man mehr? Ebenfalls profitiert die Trocknung von der weiten Öffnung.

Befüllung der Wasserblase

Jede Medaille hat zwei Seiten und genauso ist es auch bei der Geigerrig Hydration Engine. Sie ist perfekt und schnell unter Wasserhähnen zu füllen solange diese nicht zu klein sind. Muss man die Trinkblase in einer sehr flachen Spüle unter einen kleinen Wasserhahn zwängen, ist der Winkel für eine vollständige Füllung zu klein. Hier muss man dann ggf. Mit einem Becher in der Vertikalen den letzten Rest auffüllen. Dafür trumpft die Geigerrig beim Befüllen an Gebirgsbächen auf und funktioniert hier bei flachen Rinnsalen besser als etwa die Camelbak Crux (die dafür an flachen Waschbecken die beste Lösung ist).

Was zum Outdoorcharakter der Hydration Engine passt sind die erhältlichen Filtersysteme, einmal für normal schmutziges Wasser und eine High-Tech Version die 99,9 Prozent von Viren und Bakterien herausfiltert. Beide Filter lassen sich einfach an den Schlauch stöpseln und Filtern so während man trinkt.

Verarbeitung und Material

Die Geigerrig kommt zwar aus der selben Fabrik wie die Hydra Pak, ist jedoch unserer Ansicht nach aufgrund einer zusätzlichen Schicht Nylongewebes nochmals robuster. Das etwas stabilere Material spielt seine Vorteile vor allem dann aus wenn die Trinkblase lose im Rucksack verstaut wird oder nach dem Auffüllen auf Steinen oder Gestrüpp abgelegt wird.

Gewicht

Beim Gewicht der Geigerrig Hydration Engine kommt es darauf an ob man mit oder ohne die kleine Pumpe kalkuliert. Wer Tagestouren macht und ohne Pumpe unterwegs ist hat mit der Geigerrig eine der leichtesten Trinkblasen am Markt gefunden. Wer eine Alpenüberquerung plant und die Pumpe mitnimmt muss etwas Mehrgewicht einplanen (ca. 50 Gramm). Seid Ihr absolute Gewichtsfuchser ist vielleicht die Hydra Pak Shape Shift etwas für Euch (oder Ihr lasst einfach die Pumpe zu Hause und verwendet die Geigerrig ohne Überdruck).

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Einsatzzweck

Die Geigerrig Hydration Engine ist mit Abstand das vielseitigste Trinksystem in diesem Test. Vor allem bei Tagesaktivitäten und großer Anstrengung gefiel uns die Hydration Engine. Egal ob Mountainbiker, Motorradfahrer oder Tourengeher, diese Trinkblase war immer einer unserer Lieblinge. Absolute Gewichtsfetischisten schauen sich die Hydrapak an.

Unser Fazit

Anfänglich waren wir uns nicht ganz sicher welchen Vorteil das Drucksystem eigentlich bieten soll. Nach einigen Monaten in Verwendung möchten wir es ehrlich gesagt kaum noch missen. Die Geigerrig Hydration Engine gewinnt diesen Test unserer Meinung nach verdient, da sie extrem vielseitig, innovativ und robust ist. Obendrein ist sie auch noch extrem einfach zu reinigen und kann mit Filtern und Anti-Frost Schläuchen erweitert werden. Der Preis ist zwar etwas höher als bei der Konkurrenz aber durchaus gerechtfertigt.

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Am 18. Februar 2020 06:25

 

 

Geigerrig Hydration Engine Test, (c) outdoormaniacs.de

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