Daunenjacken Test

Daunenjacken Test 2019/2020

Ihr wollt Euch eine neue Daunenjacke kaufen, wisst aber noch nicht welches das richtige Modell für Euch ist? Kein Problem, unser outdoormaniacs.de Testteam hat den Markt nach den besten Daunenjacken für den Outdooreinsatz für Euch abgesucht und die 8 vielversprechendsten Modelle für unseren Daunenjacken Vergleichstest gekauft. Wir haben unseren Kandidaten auf unzähligen Hochtouren in den Alpen, und auf den Trails Islands einiges abverlangt. Wir haben alle Daunenjacken im Test nach den folgenden sechs Kriterien bewertet: Isolierleistung, Gewicht, Passform, Packmaß, Wetterfestigkeit, Ausstattung & Features.

Wie gewohnt haben wir einen Overall Sieger gekürt, aber auch Modelle ausgezeichnet die uns in besonderer Hinsicht überzeugt haben, oder die wir für bestimmte Einsatzbereiche für besonders geeignet halten. Im Daunenjacken Test findet Ihr daher auch wieder einen Preis-Leistung-Sieger und Top-Pick Empfehlungen, etwa für besonders regendichte Daunenjacken. In der Vergleichstabelle könnt Ihr auch sehen, welche Daunenjacken im Vergleich in den jeweiligen Disziplinen am meisten punkten. …Und Ihr könnt auch sehen, dass wir beim Kauf der Daunenjacken dieses Jahr anscheinend ein Faible für die Farbe Blau hatten.

North Face Daunenjacke Trevail Test Daunenjacke Test Beste Daunenjacke Wasserabweisende Daunenjacke allwetter wasserdichte daunenjacke mountain hardwear ghost whisperer test review mammut superleichte Daunenjacke patagonia daunenjacke review wärmste daunenjacke superwarm ultrawarm
Hersteller / Modell The North Face
Trevail
Arcteryx
Cerium LT
Rab
Microlite Alpine
Columbia
Out dry EX gold
Mountain Hardwear
Ghost Whisperer
Mammut
Broad Peak Light
Patagonia
Down Sweater Hoody
Yeti
Ace
Detailtest zum Detailtest zum Detailtest zum Detailtest zum Detailtest zum Detailtest zum Detailtest zum Detailtest zum Detailtest
Bewertung testsieger preis leistungs siegerTop Pick Empfehlung
Feuchtes Wetter
Top Pick Empfehlung
Superwarm
Overall Rating 10/10 9/10 9/10 6/10 8/10 8/10 9/10
Isolierleistung 9/10 9/10 8/10 5/10 6/10 6/10 7/10 10/10
Gewicht 8/10 9/10 6/10 6/10 10/10 10/10 6/10 8/10
Wetterfestigkeit 7/10 5/10 9/10 10/10 9/10 8/10 6/10
Passform 10/10 9/10 9/10 6/10 8/10 9/10 8/10
Packmaß 9/10 10/10 8/10 5/10 10/10 7/10 8/10
Ausstattung 9/10 9/10 9/10 6/10 6/10 6/10 8/10 8/10
Gewicht (gemessen, Größe M) 410 Gramm 330 Gramm 440 Gramm 500 Gramm 250 Gramm 220 Gramm 410 Gramm 400 Gramm

Overall Testsieger

testsieger

The North Face Trevail Hoody

island crater iceland

Die North Face Trevail Down Hoody holt sich im Daunenjacken Test den Sieg. Allerdings müssen wir sagen dass dies ein enges Rennen war und wir in der Redaktion lange diskutiert haben an wen der Testsieg bei quasi Punktegleichheit geht. Letztlich konnte die North Face uns mit sehr guter Passform, toller Kapuze und ihrer zusätzlichen DWR Imprägnierung überzeugen. In Punkto Daunenqualiät und Gewicht zu Wärme Verhältnis ist die North Face mit ihren 800 cuin Daunen sehr gut, allerdings liegt die Arcteryx mit 850 cuin nochmals besser. Liegt Euer Hauptaugenmerk auf geringem Packmaß schaut Euch die Arcteryx an. Langer Schnitt an der Hüfte, und dicke Fütterung machen die North Face zum wärmsten Modell im Daunenjacken Test und damit ideal für alle Frostbeulen und Hiker die sich gerne in Extrembedingungen rumtreiben. Ihr angenehm weicher Oberstoff ist glücklicherweise resistenter als er aussieht. Wir fanden die North Face sogar so bequem, dass wir sie beim Zelten bei wider erwarten frostigen Temperaturen in Island im Schlafsack anbehielten. Unsere Overall Empfehlung mit bester Wärmeisolation, geringem Packmaß und Gewicht und zudem noch bedingter Regentauglichkeit dank DWR Imprägnierung, unsere Testsieger Daunenjacke.

Beste Daunenjacke für nasses Klima, Preis-Leistungs-Sieger

Top Pick Empfehlungpreis leistungs sieger

Rab Microlight Alpine

daunenjacke zum klettern

Die Rab Microlight Alpine ist nicht nur unsere Preis-Leistungs Empfehlung, sondern auch noch ein Top-Pick für nasses Wetter. Rab zieht hier alle Register um die Microlight einerseits wasserfest zu machen, dabei aber bessere Wärmeleistung, Packbarkeit und Gewicht als bei der zwar wasserfesten, aber in diesen Disziplinen abgeschlagenen Columbia zu erzielen. Und unserer Meinung nach ist dies Rab auch gelungen: Die Wärmeleistung liegt auf ähnlich hohem Niveau wie bei der Arcteryx Cerium. Lediglich Packbarkeit und Gewicht sind erreichen nicht ganz das Topniveau, nicht zuletzt aufgrund der im direkten Vergleich etwas weniger hochwertigen 750 cuin Daunenfüllung. Zur Abdichtung verwendet Rab das who is who aktueller Technik. Der Außenstoff ist dicht gewebtes Pertex Microlight Material das von Natur aus schon wasserabweisend ist, dazu spendiert Rab noch eine DWR Imprägnierung die die wasserabweisenden Eigenschaften nochmals verbessert. Als dritte Maßnahme behandelt Rab die Daunenfüllung mit Nikwax, was effektiv ein verkleben verhindert falls doch einmal Nässe ihren Weg in Innere finden sollte. Wie gesagt, das alles ist kein Ersatz für eine Regendichte Hardshell, aber es macht den Umgang mit einer Daunenjacke erheblich entspannter.

Allein von ihren Eigenschaften ist die Microlight ein Top Kandidat. Als wäre das nicht genug, preist Rab seine Daunenjacke auch noch äußerst kompetitiv ein, so dass wir ihr auch noch den Preis-Leistung-Sieg verleihen können. Bei Gewicht und Packmaß muss die Rab einige Top Kandidaten vorbei lassen, was aber angesichts des sehr günstigen Preises für eine Vielzahl von Outdoorenthusiasten die nicht das letzte Gramm zählen müssen egal sein dürfte. Unsere Empfehlung für Preisbewusste Käufer oder solche die auch mal eine Regenschauer mitnehmen. Oder beides zusammen.

Der Daunenjacken Test im Überblick

Daunenjacken gibt es so viele unterschiedliche Modelle wie Eis in der Antarktis, wobei das Spektrum von modischen Daunenjacken für die Stadt bis hin zu extrem dicken und robusten Modellen für Polarexpeditionen reicht. Für diesen Test haben wir gut packbare und leichte Daunenjacken getestet die als Mittel- oder Außenschicht für ausgedehnte Trekkingtouren bei gutem Wetter, genauso wie unter der Hardshell Jacke auch für extremere Einsatzzwecke im Alpinen eignen. Das tolle an diesen Daunenjacken ist ihre Vielseitigkeit. Egal ob Backpacking, warme Schicht beim Zelten, Skitouren oder aber auch mal in der Stadt zum Shopping, wenn es nicht grade regnet, liegt man mit einer Daunenjacke fast immer richtig. Genau wie eine gute Hardshelljacke ist eine Daunenjacke einer der sinnvollsten Begleiter bei den meisten Outdoor Sportarten. Wir haben hier Daunenjacken für Herren getestet aber alle Hersteller bieten auch Daunenjacken für Damen an. Wir haben diese in der Übersichtstabelle ebenfalls verlinkt. Alle technischen Parameter wie Wärmeleistung, Ausstattung, Packmaß und Gewicht sind identisch oder weichen nur minimal ab.

Was ist denn jetzt das Tolle an einer Daunenjacke und wo ist ihr Einsatz nicht ideal? Das Hauptargument für Daunen ist natürlich die Wärmeleistung in Verhältnis zum Gewicht, egal ob es jetzt um Daunenjacken oder Daunenschlafsäcke geht. Bei gleichem Gewicht kommt kein anderes Füllmedium an die Isolationsleistung von Daunen heran. Da vor allem beim Bergsteigen und Tourentrekking jedes Gramm zählt, sind Daunenjacken der ideale Begleiter. Ein weiteres Plus ist natürlich auch das leichte und kuschelige Tragegefühl, vor allem Abends im Zelt ist nicht so angenehm wie eine warme Daunenjacke.

Allerdings gibt es auch Nachteile von Daunen: Ihr größter Feind ist Regen. Werden die Daunen nass, verlieren sie ihre Bauschkraft und die Isolationswirkung nimmt rapide ab. Daher gilt, entweder die Daunenjacke nur im Trockenen benutzen, oder aber mit einer Hardshelljacke kombinieren. Einige Hersteller sind hier in den letzten Jahren innovativ gewesen und bieten etwa wasserabweisende Daunenjacken (trotzdem nicht zu vergleichen mit der Wasserdichtigkeit einer Regenjacke oder Hardshell) an, die entweder durch Stoff oder Imprägnierung die Nässe nicht eindringen lassen, oder / und die Daunen zusätzlich gegen Verkleben imprägnieren.

Was wir noch sagen möchten: Durch unsere Vorauswahl von qualitativ guten Daunenjacken von namhaften Herstellern schneidet glücklicherweise keines der von uns getesteten Produkte wirklich schlecht ab. Was wir bei outdoormaniacs.de eigentlich standardmäßig empfehlen ist persönlichen Einsatzzweck und Einsatzhäufigkeit zu berücksichtigten. Wer eine Daunenjacke nur extrem selten verwendet, für den macht es keinen Sinn 300 Euro und mehr dafür auszugeben, hier empfiehlt sich eher der Griff zu einem günstigen Modell. Wer bei Hoch- und Mehrtagestouren das letzte aus dem Equipment holen möchte, oder seine Daunenjacke auch oft und gerne Alltags anzieht, der möchte gegebenenfalls etwas mehr investieren. Wer auch mal bei unsicherem Wetter nur mit Daunenjacke losziehen möchte, der sollte sich bei den wetter-resistenten Modellen umsehen, wer in seinem Tourengepäck ohnehin immer Daune und Hardshell hat, für den sind ggf. andere Faktor wie maximale Wärmeleistung oder möglichst geringes Gewicht und Packmaß von Bedeutung.

Preis-Leistung

Obwohl wir für Preis-Leistung keine Punkte vergeben haben, wollen wir trotzdem noch ein paar unserer Meinung nach wichtigen Punkte erwähnen. Daunenjacken sind immer deutlich teurer als vergleichbare Jacken mit Kunstfaserisolierung, aber trotzdem sind hier einige Exemplare für deutlich über 300€ im Test. Warum sind diese soviel teurer als günstigere Modelle und sind die Unterschiede für den Kunden merkbar?

Neben Qualität und Verarbeitung der Oberstoffe spielt die Qualität der Daunen selbst hier eine erhebliche Rolle, genauer gesagt deren Bauschkraft. Die in cuin (cubic inches per ounce) gemesse Bauschkraft definiert das Volumen das Stoffe nach einer bestimmten Zeit der Kompression einnehmen. Werte zwischen 600 – 650 cuin werden als gut angesehen, 700 – 750 sind sehr gut und 800 – 950+ sind exzellent. Je höher der cuin-Wert einer Daune, desto mehr Raum kann sie einnehmen und mehr Raum bedeutet mehr Luft in den Zwischenräumen die isoliert. Eine höhere Bauschkraft benötigt weniger Daunen um das gleiche Raumvolumen zu erzeugen und ist daher leichter.

Isolierleistung

Wenn Ihr euch eine Daunenjacke kaufen wollt, dann wahrscheinlich wegen ihrer Wärmeleistung. Aus diesem Grund haben wir bei dieser Eigenschaft mit 30 Prozent der erreichbaren Gesamtpunktzahl auch den Schwerpunkt in unserer Bewertung gesetzt. Die Wärmeretention wird primär durch die Menge sowie die Bauschkraft der in der Jacke verwendeten Daunen bestimmt. Beispielsweise schaffen es Hersteller durch die Verwendung geringerer Mengen sehr hochwertiger Daunen die gleiche Wärmeisolierung zu erreichen wie mit deutlich mehr Daunen geringer Bauschkraft erzielt werden. Der Hauptvorteil ist geringeres Gewicht und Packvolumen, der Nachteil der oft deutlich höhere Preis. Bei der Auswahl der richtigen Daunenjacke ist also auch immer die Frage, wie leicht und komprimierbar muss die Daunenjacke sein. Wer diese oft im Rucksack mitnimmt kommt kaum an hochwertigen Daunen mit mindestens 800 cuin vorbei. Wer seine Daunenjacke meistens zu Hause anzieht und damit auf Tagestouren geht, für den ist dieses Kriterium weniger wichtig und es kann eine günstige Daunenjacke gewählt werden.

superwarme daunenjacke

Mit Abstand wärmste aber auch teuerste Daunenjacke im Test, die Yeti Ace. Neben dickster Daunenfüllung trägt auch die Kammerkonstruktion ohne Kältebrücken zur immensen Heizleistung der Yeti bei.

Neben der Qualität und Menge der Daunen hängt die Wärmeleistung einer Daunenjacke auch noch von der Art der Vernähung und Passform der Jacke ab. Je bauchiger und labbriger eine Jacke am Körper sitzt, desto mehr kalte Luft kann zwischen Körper und Jacke zirkulieren. Eine goldene Regel für Daunenjacken ist daher dass sie körperbetont sitzen sollte. Achten sollte man auch auf einen nicht zu weit sitzenden Hüftbund und Armabschlüsse, da man sich bei jeder Bewegung sonst kalte Luft in die Jacke pumpt. Ein zweites Kriterium ist die Nahtform. Die Daunen müssen innerhalb der Jacke fixiert werden, damit sie nicht nach unten rutschen.

Eine der bewährtesten Methoden ist das Durchnähen sogenannter Taschen. Hierbei werden im Abstand von einigen Zentimeter horizontal Außen- und Innenschicht der Jacke zusammengenäht, so dass die Daunen in den dazwischenliegenden Streifen fixiert sind. Diese Herstellungsmethode führt zur charakteristischen Michelin Mann Optik. Der Vorteil dieser Methode ist ihre kostengünstige Herstellung und ihr sehr geringes Gewicht. Der Nachteil eventueller Kältebrücken an den Nähten spielt nur an Daunenjacken für extreme Kälte eine Rolle. Alle hier getesteten Daunenjacken sind in der durchgenähten Fertigungsweise (bzw. einer Abwandlung davon, dem Zusammenkleben) hergestellt, was sich im Trekkingbereich als die beste Lösung etabliert hat.

superleichte daunenjacke

Die ultraleichten und sehr klein packbaren Daunenjacken von Mountain Hardwear (im Bild) und Mammut liegen in Bezug auf Isolationsleistung am unteren Ende der Gruppe, empfehlen sich daher vor allem für Frühling und Herbst.

Die von uns getesteten Daunenjacken eignen sich durchaus dazu, auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch angenehm warm unterwegs zu sein. Durch geschicktes Layering mit Soft oder Hardshell lässt sich der Einsatzbereich noch bis deutlich unter den Gefrierpunkt erweitern. In unserem Daunenjacken Test liegen dann in der Disziplin Wärme in der Tat hauptsächlich die Modelle mit besonders hochwertigen Daunenfüllungen und anschmiegsamem Schnitt vorn. Um möglichst effektiv Auskühlung zu verhindern spielt natürlich auch die Abdeckung der Jacken eine Rolle, soll heißen, wie viel Körperfläche bedecken sie. Ultimativ warm ist natürlich ein Daunenparka, der allerdings zum Wandern viel zu unpraktisch und zu schwer wäre, aber ein Schnitt der zumindest Teile der Hüfte bedeckt ist unserer Erfahrung nach durchaus sinnvoll.

Gewicht

Niedriges Gewicht ist vor allem dann essentiell wenn die Daunenjacke einer von vielen Ausrüstungsgegenständen ist die mit auf Tour müssen. Grade für Grammfeilscher führt eigentlich kein Weg an einer guten Daunenjacke vorbei. Einige Ultraleicht Modelle wie die Mountain Hardware Ghost Whisperer oder die Arcteryx Cerium LT erreichen sensationelle Gewichte von deutlich unter 300 Gramm, da kann kein Fleecepulli auch nur annähernd mithalten.

Wer seine Daunenjacke nicht die meiste Zeit im Rucksack umherträgt, der sollte aber auch darauf achten dem Minimalgewicht nicht wichtige Ausstattungsmerkmale wie etwa einen ausreichend robusten Oberstoff zu opfern. Ebenso gibt es auch Daunenjacken ohne Kapuze, was wiederum 50 – 100 Gramm sparen kann. Wer allerdings keine Haare und Bart wie Reinhold Messner oder der Yeti himself hat, der sollte unserer Meinung nach unbedingt eine Daunenjacke mit Kapuze wählen, da über den Kopf extrem viel Wärme verloren geht. Letztlich tragen auch Komfortfeatures wie Taschen, Verstellkordeln, robuste Reißverschlüsse und anderes zum Gesamtgewicht bei und man sollte sorgsam abwägen welche man davon für ein paar Gramm Gewicht opfern möchte.

Wetterfestigkeit

Da Daunen nicht isolieren wenn sie nass sind sollten Daunenjacken entweder nur bei trockenem Wetter oder in Kombination mit einer Hardshelljacke getragen werden. Eine nasse Daunenjacke verliert nicht nur ihre Bauschkraft und damit ihre Isolationswirkung, sondern leidet auch unter dem Verkleben der Daunen. Die Bauschkraft kann zwar durch bestimmte Methoden zum Teil wieder hergestellt werden, besser ist es aber seine Daunenprodukte erst gar nicht nass werden zu lassen.

daunenjacke wetterfest

Absolute Wasserdichtigkeit auch in stärkstem Regen, die gummiartige Aussenschicht der Columbia Outdry EX Gold machts möglich.

Um Daunenjacken bei Nässe unempfindlicher zu machen haben einige Hersteller tief in die Trickkiste gegriffen und bieten neben wasserfesten oder zumindest wasserabweisenden Oberstoffen auch imprägnierte Daunen an. Hierbei werden die Daunen vor dem Einfüllen in die Jacke mit einer DWR Imprägnierung behandelt die sie hydrophob, also wasserabweisend macht. Diese Technologie wird zum Beispiel unter Namen wie Drydown oder Downtec vermarktet. Die Hersteller behaupten hier, dass selbst nass gewordene Daunen weniger verkleben und die Füllung auch schneller abtrockne. Ob diese Marketingversprechen wirklich funktionieren konnten und wollten wir in unserem Daunenjacken Test nicht herausfinden und Regen sollte man auch mit DWR Imprägnierung definitiv meiden.

Unsere Bewertung der Wasserbeständigkeit bezieht sich im Wesentlichen auf den Oberstoff. Hier haben wir getestet wie schnell die Oberfläche Wasser eindringen lässt. Eine sehr überzeugende Lösung für gelegentlichen Einsatz im Regen fanden wir die quasi wasserdichte Daunenjacke von Columbia, die Outdry Ex Gold. Hier hat der Hersteller nicht nur auf eine wasserabweisende Imprägnierung der Außenschicht, sondern direkt auf einen wasserdichten Stoff gesetzt. Diese Idee sieht zuerst einmal aus wie Eierlegende Wollmilchsau, sollten alle Daunenjacken wasserdicht konstruiert werden? Wahrscheinlich nicht, denn unserer Meinung nach müssen für den ernsthaften Outdooreinsatz zu viele Kompromisse eingegangen werden. Die Columbia ist relativ schwer, wärmte uns aber von allen Daunenjacken im Test am wenigsten. Auch Packvolumen und Passform konnten uns nicht wirklich überzeugen.

regendichte daunenjacke

Sehr dichter und robuster Oberstoff mit Imprägnierung und mit Nikwax behandelte Daunen machen die Rab Daunenjacke zwar nicht komplett wasserdicht aber deutlich unempfindlicher.

Zwar nicht ganz so wasserdicht wie die Columbia, aber dafür deutlich wärmer, leichter und kleiner packbar war ist die Rab Microlite Alpine, die wasserfestes Pertex Außenmaterial mit einer guten DWR Beschichtung mit imprägnierten Daunen kombiniert. Zwar ersetzt die Rab bei längeren Hikes keine Hardshell, aber sie nimmt einem die eine oder andere kleinere Dusche auch nicht krumm. Sie ist unser Top-Pick für feuchte Bedingungen und kurzfristigen Regenschutz. Im Regen-Test schnitt die Mountain Hardware Ghost Whisperer ähnlich gut wie die Rab ab. Von den wärmsten getesteten Daunenjacken Arcteryx, und The North Face bietet nur die North Face eine DWR Beschichtung, während die Arcteryx auch schon bei kurzen Schauern das Wasser aufsaugt wie Spongebob das Meerwasser in Bikini Bottom.

Passform und Schnitt

Wenn wir von Schnitt sprechen, dann meinen wir hier nicht die Unterschiede zwischen Herren Daunenjacke und Damen Daunenjacke, sondern bestimmte Merkmale die Outdoors besonders wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel Ärmel die gut abgedichtet sind und lang genug sind um auch beim Strecken der Arme (Klettern, Radfahren, etc.) die Bedeckung der Arme zu gewährleisten. Genauso wichtig ist die Länge an der Hüfte, ist die Jacke zu kurz, dann gibt es unangenehme Kältebrücken. Ebenso sollte der Hüftbund in der Weite durch Kordeln verstellbar sein um den Eintritt von kalter Luft oder vielleicht sogar Schnee zu verhindern.

Beim Schnitt ist es besonders wichtig dass eine Daunenjacke einigermaßen dicht am Körper anliegt. Ist diese zu groß und hängt zu lose, kann sich kalte Luft ansammeln und die Wärmeleistung immens beeinflussen. Eine Daunenjacke sollte natürlich auch nicht als zu enge Wurstpelle gewählt werden, schließlich muss auch immer noch ein Fleecepulli darunter Platz finden. Je dicker die Daunenschicht, desto wärmer ist eine Jacke, allerdings sollte man gerade für den Outdoorbereich damit nicht übertreiben, da sie sonst einerseits bei Aktivität aufgrund der starken Hitzeentwicklung nicht mehr tragbar ist und sie auch nicht mehr unter Eure Hardshelljacke passt.

Packmaß

Gerade bei Mehrtagestouren in der Übergangszeit oder in den Bergen sind die Wetterverhältnisse meist so, dass man Tagsüber oder Bergauf schonmal im T-Shirt wandern oder klettern kann und man abends beim Zelten oder vor der Hütte mit Temperaturen um den Gefrierpunkt zu kämpfen hat. Eine Daunenjacke ist hier das effektivste Kleidungsstück in Bezug auf die Wärmeleistung pro Gewicht und Volumen. Ist nur wenig Platz im ohnehin immer zu schweren Rucksack, dann ist eine Daunenjacke hier die Lösung. Für eine vergleichbare Wärmeleistung bräuchte man zwei, drei oder mehr Fleecepullis, das Packmaß einer Daunenjacke hat aber nur etwa die Hälfte des Volumens eines einzigen Pullis.

Auch verglichen mit synthetisch gefütterten Jacken sind Daunenjacken leichter und komprimierbarer; auch auf Dauer, denn viele Kunstfaser verlieren mit der Zeit ihre Bauschkraft. Die von uns getesteten Daunenjacken setzten alle auf sehr hochwertige Daunen mit cuin Werten von 800 und mehr, was auch nach Jahren der Benutzung und starker Komprimierung noch eine Top Bauschkraft gewährleistet.

super leichte daunenjacke ultralight

Wie nimmt man eine Daunenjacke am besten im Rucksack mit? Standard sind hier kleine Packsäckchen die die Hersteller mitliefern. In diese hineingestopft, nehmen einige der Jacken nicht mehr Platz weg als eine Tüte Studentenfutter, wiegen tun sie übrigens auch kaum mehr. Ebenfalls praktisch, da man den Packsack nicht verlieren kann, sind Modelle die umgestülpt in einer ihrer eigenen Taschen verstauen kann, so wie zum Beispiel an der The North Face Daunenjacke. Unsere Bewertung der Packbarkeit macht 10% der Gesamtnote einer Jacke aus, wobei wir das Packvolumen auch in Relation zur Wärmeleistung setzen. Beispielsweise ist die extrem leichte Mountain Hardwear Daunenjacke zusammengelegt winzig, erreicht aber auch nicht die Wärmeleistung der etwas dickeren Jacken. Extrem klein zusammen geht die Arcteryx Daunenjacke und das obwohl sie in der Disziplin Wärme mit unter den Besten rangiert.

Ausstattung und Features

Welche Ausstattungsmerkmale braucht eine gute Daunenjacke überhaupt? Klar, mehr ist immer besser, oder? Taschen sind auf jeden Fall praktisch, aber wie viele davon braucht man? Verstärkungen an kritischen Stellen können ggf. die Haltbarkeit erhöhen, machen die Jacke aber auh schwerer. Wie schon im Kapitel zur Wasserfestigkeit angesprochen finden wir bei outdoormaniacs.de neben der Wärmeleistung vor allem niedriges Gewicht und geringes Packmaß die wichtigsten Kriterien bei Daunenjacken. Aus diesem Grund sind wir auch bei der Ausstattung mit Features eher pragmatisch und fanden nicht zu Feature überladene Modelle oft sinnvoller.

Neben Außen- und Innentaschen mit gut laufenden und robusten Reißverschlüssen haben wir vor allem für funktionale und gut platzierte Kordeln, Bündchen, Kapuzenverstellungen und auch kleineren Komfortdetails wie Fleecestreifen im Kinnbereich Punkte vergeben.

Fazit

Beim Daunenjacken Test ist es uns deutlich leichter gefallen einen Testsieger zu küren als dies in anderen unserer Tests der Fall war. Zwar spielen auch diesmal wieder der persönliche Einsatzzweck und das Trageverhalten eine Rolle bei der Auswahl der für Euch richtigen Daunenjacke, aber vielleicht weniger als wir zu Beginn des Tests vermutet hätten. Mit unserem Hauptaugenmerk auf gute Wärmeisolierung bei geringem Gewicht und Packmaß kristallisieren sich vor allem die Modelle von The North Face, Patagonia und Arcteryx als erste Wahl heraus, die wir alle drei uneingeschränkt empfehlen können, hier kann quasi die Markenvorliebe entscheiden. Aufgrund der für uns optimalen Passform haben wir den Overall Sieg an die North Face vergeben. Eine Empfehlung für den kleinen Geldbeutel und gleichzeitig für schlechtes Wetter ist die Rab Daunenjacke and die unser Preis Leistungs Sieg geht. Wer die mit Abstand leichteste Daunenjacke im Test sucht wird bei der Outdoor Research Ghost Whisperer fündig. Sie erreicht nicht die extremen Isolationswerte unserer Top Kandidaten, ist aber eine gute Wahl für Ultralight Touren im Sommer. Sonderstellung nimmt die Yeti Ace ein, in Punkto Wärmeleistung und beim Packmaß bezogen auf ihre Wärmeleistung ist die Yeti Daunenjacke unschlagbar, allerdings spielt sie preislich in einer anderen Liga. Auch ihr Einsatzzweck ist deutlich stärker in Richtung sehr kalter Witterung verschoben, für Trekkingtouren im Frühjahr und Herbst ist sie zu warm, bei Wintertrips aber dafür der Garant für wohlige Wärme.

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Daunenjacken Test, (c) outdoormaniacs.de